Brandschaden – Rechtsanwalt in Ravensburg kann helfen bei Problemen

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Einwand der groben Fahrlässigkeit oft nicht gerechtfertigt und führt oft nicht zur Leistunsfreiheit!

 

 

Während früher bei grober Fahrlässigkeit das Alles-oder-Nichts-Prinzip galt und die Feuerversicherung oft jegliche Leistung verweigern konnte, muss diese heute auch bei grober Fahrlässigkeit eine Schadensquotierung nach der Schwere des Verschuldens vornehmen.

§ 81 Abs. 2  des neuen VVG bestimmt hierzu:

” Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere  des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen.”

Es ist deshalb zu erwarten, dass die Rechtsprechung hierzu sehr bald entsprechende Kriterien zur Abstufung der Versicherungsentschädigung nach der Schwere des Verschuldens bei grober Fahrlässsigkeit entwickeln wird.

Derzeitige Vorschläge gehen dabei dahin, dass die Versicherungsgesellschaft in jedem Falle 50% des Schadens auch bei grober Fahrlässigkeit ersetzen soll. Hinsichtlich einer weitergehenden Entschädigung solle hingegen beiden Parteien die Möglichkeit an die Hand gegeben werden, im Einzelfall eine abweichende Beurteilung darzulegen und zu beweisen.

Es lohnt sich also durchaus, die Entscheidung der Feuerversicherung nicht einfach hinzunehmen, sondern fachkundig hinterfragen zu lassen.

Wir stehen Ihnen gerne mit Rechtsrat zur Seite.
Eine kompetente Erstberatung wird Sie mit höchstens 190€ netto belasten und Sie haben damit die Entscheidungsgrundlage für Ihr weiteres Vorgehen geschaffen.
Wir sind eine bundesweit tätige Anwaltskanzlei in Ravensburg mit über 50 Jahren Erfahrung.
Rufen Sie uns einfach an!

Unwetter-Schäden-Rechtsanwalt in Ravensburg gibt weitgehende Tipps

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Das Unwetter vom Mai in B-W hat am auch in Oberschwaben schwerste, teilweise auch  existenzbedrohende Schäden bei Privaten an Haus und Hof angerichtet.
Auch die Landwirtschaft ist teilweise schwer getroffen.
Sogar mit Totalausfällen bei der Ernte muss gerechnet werden.

Nun geht es darum, wer welche Schäden in welcher Höhe bezahlt!
Die zuständigen Elementarschadensversicherungen wie Feuerversicherung, Hagelversicherung, Gebäudeversicherung sowie die  Hausratsversicherung wickeln meistens sehr kompetent die Schadensfälle ab.
Die  Versicherungen müssen  selbstverständlich schnellstens vom Schadensfall informiert werden. Es ist dies eine Obliegenheit des Geschädigten gegenüber der Versicherung.  Die Nichtbeachtung dieser vertraglich geschuldeten Verpflichtung kann sogar zum Leistungsausschluss führen.
Bei größeren Schadensfällen ab ca. 10.000 € empfehle ich zusätzlich zu der schnellen telefonischen Info oder über den Versicherungsvertreter zur Beweissicherung ein Fax-Schreiben mit Sendebericht an die Versicherungsgesellschaft selbst!

Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Grenzfällen sowie schwierige Problemkreise, die zum Leistungsausschluss der Versicherung führen könnten. So zum Beispiel:

  • Ab wann liegt überhaupt versicherungstechnisch ein Unwetter vor ?
    Schon darüber gibt es verschiedene Auslegungen.
  • Wann ist die Versicherungsgesellschaft von der Sache her überhaupt eintrittspflichtig?
    Beispiel: Sollte durch Hagelschlag oder sonstige Blockaden ein Wasserstau in der Kanalisation eintreten und es schädigt dann deshalb nachfließendes Regenwasser das Gebäude, dann werden zumeist  Schadenersatzleistungen  abgelehnt mit der Begründung, der Schaden sei nicht unmittelbar auf das Unwetter zurückzuführen.
    Dies ist jedoch nur teilweise berechtigt und muss im Einzelfall überprüft werden.
  • Wann und wenn überhaupt muss man sich wieviel Mitverschulden anlasten lassen?Die Alles-oder-Nichts Schadensabwicklung ist durch das neue Versicherungsvertragsgesetz inzwischen abgeschafft.
  • Inwieweit muss die Versicherung für Folgeschäden einstehen?
    Ein häufiger Streitfall.
  • Liegen Obliegenheitsverletzungen vor z. B. Nichtmeldung einer ganz oder teilweisen Betriebsänderung und Risikoerhöhung?
    Hier sind die Versicherungsgesellschaften regelmäßig sehr genau aber liegen durchaus nicht immer richtig!

Es gibt also genug Kleingedrucktes und Stolperfallen, mit denen Versicherungsgesellschaften den wohl erworbenen Versicherungsschutz in Frage stellen können!
Hier ist dann guter Rat und Tat gefragt!

Sollten Sie mit derlei Problemen in der Schadensabwicklung konfrontiert sein, wird es meistens sehr nützlich sein, sich sachkundigen Rechtsrat einzuholen und möglicherweise auch einen in diesen Dingen erfahrenen Sachverständigen einzuschalten. Ein mit diesen Problemen vertrauter  Anwalt kennt die erforderlichen Adressen und Anlaufstellen und weiß professionell was zu tun ist.
Wir helfen Ihnen gerne – überschaubar im Rahmen einer Pauschale für eine Eingangsberatung und damit kalkulierbar.
Rufen Sie unverbindlich an!

Wir sind Rechtsanwälte in Ravensburg und betreuen im Rahmen unserer Anwaltskanzlei seit über 60 Jahren gewissenhaft und qualifiziert sowohl örtlich wie auch regional übergreifend.

Sprechen Sie RA Ferdinand C. Krafft an.

Versicherung zahlt nicht wegen Grobe Fahrlässigkeit!

Erheblich bessere Durchsetzung von Ansprüchen aus dem Versicherungsvertrag nach demn neuen VersicherungsvertragsGesetz.

 

Das neue Versicherungsvertragsgesetz (VVG), das zum 01.01.2008 in Kraft getreten ist, hat erhebliche Neuerungen und Erleichterungen für den Versicherungsnehmer gebracht.

Ab 01.01.2009 gilt das neue VVG für alle Versicherungsverträge, also auch für Altverträge.

Während nach dem alten VVG der Versicherer an seinem Sitz verklagt werden musste, was für den Versicherten oft eine große Entfernung bedeutete, kann nunmehr am Wohnort des Versicherten geklagt werden.

Kernstück des neuen VVG ist der Wegfall des Alles-oder-Nichts-Prinzips. Der Versicherungsnehmer erhält nunmehr auch dann anteiligen Versicherungsschutz, wenn er sich grob fahrlässig verhalten hat.

Bei Lebensversicherungen werden die Versicherungsnehmer angemessen an den mit ihren Prämien erwirtschafteten Überschüssen beteiligt. Der Versicherungsnehmer erhält auch einen Anspruch auf Beteiligung an den stillen Reserven.

Dies sind nur die Wichtigsten Neuerungen im Versicherungsrecht – sprechen Sie uns an, um weitere Informationen speziell für Ihren Fall zu erhalten.

Holen Sie bei Problemen anwaltlichen Rat einen und lassen Sie sich fachkundig beraten.
Wir helfen Ihnen gerne. Rufen Sie uns einfach an!
Wir sind eine seit über 50 Jahren in Ravensburg ansässige Anwaltskanzlei mit bundesweiter Tätigkeit.schnell

Anruf genügt!

Diebstahlversicherung zahlt nicht? – erfahrener Rechtsanwalt hilft!

Entscheidend oft:Wer muss was beweisen!

Für den Versicherten stellt sich nach einem Diebstahl häufig die Frage, ob und wie er der Versicherung beweisen kann, dass die versicherte Sache z. B. das Auto tatsächlich gestohlen wurde. Die Versicherung ihrerseits behauptet, der Diebstahl sei nur vorgetäuscht und will den Schaden nicht bezahlen.

Die Rechtsprechung wendet für diese Fälle eine zweistufige Beweiserleichterung an. In einem ersten Schritt muss der Versicherungsnehmer lediglich den Sachverhalt beweisen, der nach der Lebenserfahrung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit das äußere Bild eines Versicherungsfalles erschließen lässt.

Als zweite Stufe muss der Versicherer dann Tatsachen beweisen, die eine erhebliche Wahrscheinlichkeit dafür begründen, dass der Versicherungsfall vorgetäuscht ist. Kann er dies nicht, muss er den Schaden regulieren.

Damit kommen beiden Parteien Beweiserleichterungen zugute. Der Versicherte muss lediglich ein Minimum an Umständen beweisen, die auf eine Entwendung schließen lassen. Der Versicherer muss nicht den vollen Gegenbeweis erbringen, sondern nur Tatsachen beweisen, die mit erheblicher Wahrscheinlichkeit auf die Vortäuschung des Versicherungsfalles schließen lassen, wobei die Beweisanforderungen an den Versicherer höher sind als an den Versicherten.

Unfallversicherung zahlt nicht – Rechtsanwalt für Versicherungsrecht hilft!

Am besten gleich mit anwaltlicher Hilfe!

Immer wieder weisen Unfallversicherer die Ansprüche der Versicherten zurück, weil die vertraglich vereinbarten Fristen abgelaufen sind.
Nach einem Unfall muss die versicherte Invalidität innerhalb von 12 Monaten eingetreten sein sowie innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall von einem Arzt schriftlich festgestellt und beim Versicherer geltend gemacht worden sein.

Zwar stellen die Gerichte an die ärztlichen Feststellungen keine überzogen hohen Anforderungen. Dennoch genügt ein Arztbrief, der sich lediglich auf die Mittelung medizinischer Befunde beschränkt, im Zweifel nicht (so zB OLG Frankfurt am Main, 26.05.2009, Az.: 7 U 3/09).
Müssen in so einem Fall die ärztlichen Feststellungen nachgeholt werden, kann dies mit erheblichem Zeitaufwand verbunden sein.
Die Folge: zwischenzeitlich laufen möglicherweise die Fristen ab und der Versicherer kann die Auszahlung der Versicherungsleistung allein deswegen verweigern.
Für den Versicherten, der erst jetzt anwaltlichen Rat sucht, können wir oft nichts mehr tun – das Wettrennen gegen die Zeit ist bereits verloren.

Es lohnt sich also in jedem Fall, versicherungsrechtliche Ansprüche von Anfang an mit anwaltlicher Hilfe geltend zu machen.
Wir überwachen Ihre Fristen, leiten die notwendigen Schritte ein und setzen Ihre Interessen gegenüber dem Versicherer bestmöglich durch.

Kontaktieren Sie uns jetzt – und nicht erst dann, wenn das Kind schon im Brunnen liegt.
Wir sind Rechtsanwälte in Ravensburg und betreuen Sie gerne und bundesweit.

Der Anschlussinhaber – Täter oder Störer?

Abmahnungen wegen Filesharing machen unaufhaltsam die Runde durch die ganze Republik. Regelmäßig wird der Anschlussinhaber des Internetanschlusses ermittelt und wird aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben und Schadenersatz und Kostenerstattung in erheblicher Höhe zu leisten.

In ihren Schreiben vermitteln die Abmahnanwälte ganz selbstverständlich, dass der Anschlussinhaber auch automatisch als Täter der Urheberrechtsverletzung gelten solle und somit uneingeschränkt zur Haftung gezogen werden kann und keine Chance hat, sich aus dieser Situation zu befreien.

Diese einseitige Darstellung ist natürlich nur die eine Seite der Medaille – die andere Seite erfahren die Abgemahnten nur durch eigene anwaltliche Beratung.
Die Abmahnanwälte verschweigen durchweg, dass sie für die Tatsache beweispflichtig sind, dass der Anschlussinhaber die ihm vorgeworfenen Urheberrechthsverletzung auch selbst begangen hat. Einen solchen Beweis bleiben sie jedoch regelmäßig schuldig.

Ob der Anschlussinhaber als sog. Störer in die Haftung genommen werden kann, hängt ganz entscheidend von den Umständen des Einzelfalles ab. Eine generelle Haftung des Anschlussinhabers gibt es jedenfalls so pauschal nicht.

Sprechen Sie uns an, wir übernehmen Ihre Angelegenheit gerne.

GmbH: Limited (Ltd) Unternehmergesellschaft -Top oder Flop?

Ein-Euro-Gmbh! Die wirkliche Lösung aller Probleme?

Nach langen Diskussionen in Politik und Wirtschaft gibt es nun auch in Deutschland die Ein-Euro-GmbH, die deutsche Limited (Ltd.). Ein Abwandern ins europäiache Ausland ist damit nicht mehr nötig. Die sogenannte Unternehmergesellschaft (UG) vereinigt alle Vorteile von geringem Startkapital und größtmöglicher Haftungsbeschränkung in sich.

Der Gesetzgeber stellt also eine GmbH in Form der UG zur Verfügung, deren Mindestkapital nur 1 Euro beträgt. Die Gesellschaft muss den Zusatz “UG (haftungsbeschränkt)” führen, der später durch den Zusatz “GmbH” ersetzt werden kann, wenn die Gesellschaft über ein Midestkapital von 25.000 Euro verfügt. Die Gewinne müssen zu einem Viertel so lange zurückgestellt werden, bis das “normale” Stammkapital einer GmbH von 25.000 Euro erreicht ist.

Auch die Gründung ist mittels eines gesetzlich vorgegebenen Formulars denkbar einfach. Das Gründungsverfahren bedarf zwar weiterhin eines Notars, ist aber kostengünstiger, wenn höchstens 3 Gesellschafter und ein Geschäftsführer vorhanden sind und das Stammkapital von 1 Euro in Bar einbezahlt wird. Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste und die Geschäftsführerbestellung folgen einem standardisierten Muster.

Damit bietet die UG den großen Vorteil, dass auch ohne großes Kapital, das Unternehmen begonnen werden kann.
Die Gefahr, dass eine faktisch kapitallose Gesellschaft schneller insolvent ist, als dem Unternehmer lieb ist, darf aber nicht unterschätzt werden.
Auch die steuerliche Komponente darf nicht vergessen werden.

Es gibt also trotz aller guten Möglichkeiten auch einiges bereits am Anfang rein vorsorglich zu bedenken.
Sollten Sie Rat und Tat benötigen, wir stehen gerne zur Verfügung.
Anruf genügt.
Wir sind Rechtsanwälte in Ravensburg.

Bankenhaftung wegen Falschberatung

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Risiko-Investments können zur Haftung der Banken wegen falscher Beratung und wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht bei risikoreicher Anlage führen!

Teilweise haben Banken Kundengelder in ausländische, weitgehend unbekannte und intransparente Wertpapiere sog. toxische Wertpapiere investiert, die mit faulen Immobilienkrediten insbesondere am US-Hypothenmarkt, Studentenkrediten, Kreditkartenkrediten und anderen wertlosen oder fast wertlosen Sicherheiten hinterlegt sind –  sog. strukturierte Anleihen.

Hier stellt sich die Frage der Haftung der Banken wegen Falschberatung oder gar der persönlichen Haftung von Topmanagern der betroffenen Banken wegen Untreue. Diese hätten zumindest wissen müssen, dass die Zweckgesellschaften, die solche undurchsichtigen und damit riskanten Wertpapiere ausgaben, dafür nicht haften. Oft seien die bis zu 500 Seiten langen Verträge für derartig komplexe Wertpapiere nicht einmal richtig gelesen worden. Vielmehr wurde oft unbesehen in weitgehend unbekannte Wertpapiere mit überhöhtem Risiko investiert.

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Stuttgart ist der Meinung, dass man bei derartigen Pflichtverletzungen sehr schnell im Bereich der Untreue angelangt sein könne.

Juristen erwarten eine Klagewelle gegen Banken und Banker!

Lassen Sie Ihre möglichen Schadenersatzansprüche im Rahmen einer Gebührenvereinbarung für die Erstberatung, also überschaubar, sachkunding überprüfen!

Unsere Kanzlei ist seit über 60 Jahren erfolgreich in Ravensburg und bundesweit tätig.

Sprechen Sie gerne Rechtsanwalt Krafft an.

Urlaubsabgeltung im Krankheitsfall-Rechtsanwalt hilft!

Der europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit seiner Entscheidung vom 20.01.2009 erheblichen Einfluß auf das deutsche Urlaubsrecht genommen. Arbeitgeber müssen in Zukunft wohl tief in die Tasche greifen, wenn es um die Abgeltung des Urlaubs geht.

Wenn ein Arbeitnehmer während seines Urlaubs erkrankt, werden die Tage, an denen er arbeitsunfähig ist, nicht auf seinen Urlaubsanspruch angerechnet. Die Urlaubstage bleiben also erhalten.

Wird aber der Urlaub wegen längerer Krankheit weder im laufenden Jahr, noch bis 31.03. des folgenden Jahres genommen, so sah die bisherige Rechtsprechung vor, dass der Urlaubsanspruch dann erlischt. Der Arbeitnehmer konnte bei Ausscheiden aus dem Betrieb keine Abgeltung des Resturlaubes verlangen.

Dieses Vorgehen hält der EuGH für rechtswidrig. Das Gericht verlangt, dass wegen Krankheit nicht genommener Urlaub am Ende des Arbeitsverhältnisses vergütet werden muss. Die Höhe der Vergütung soll sich am gewöhnlichen Lohn/Gehalt des Arbeitnehmers orientieren.

In dem Fall, den der EuGH zu entscheiden hatte, muss der deutsche Arbeitgeber seinem ehemaligen Mitarbeiter Urlaubstage für volle zwei Jahre auszahlen, weil der Arbeitnehmer nach zweijähriger Krankheit als Frührenter aus dem Betrieb ausgeschieden war.

Wir sind Rechtsanwälte in Ravensburg.
Die Kanzlei besteht seit über 50 Jahren.
Rufen Sie uns an.
Wir bringen gerne unsere langjähige Erfahrung ein.

Fristlose Kündigung wegen Facebook?

Immer öfter treffen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber wegen Internetauftritten des Arbeitnehmers in  sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook, MySpace, StudiVZ oder sogar Xing vor dem Arbeitsgericht wieder.  Und immer wieder stellt sich die Frage, wie sich ein seriöses Firmenprofil mit einem vielleicht nicht ganz so seriösen Facebookeintrag des Arbeitnehmers vereinbaren lässt.

Streitpunkte sind insbesondere Einträge oder Kommentare auf den einzelnen Profilen, die der Arbeitgeber als geschäftsschädigend bewertet. In einem erst kürzlich verhandelten Fall vor dem Arbeitsgericht Ulm, Kammern Ravensburg, führten zwei Arbeitnehmer auf ihrer Facebook-Seite eine Konversation, die in Wortwahl und Ausdrucksweise derb gefasst war. Der Arbeitgeber sah seinen Ruf angegriffen und sprach die fristlose Kündigung aus, obwohl der betroffene Arbeitnehmer bereits sehr lange zum Betrieb gehörte und sich dienstlich nie etwas zu schulden kommen ließ.
Das Arbeitsgericht kam nach sorgfältiger Abwägung beiderseitiger Interessen zu dem Entschluss, dass das außerdienstliche Verhalten des Mitarbeiters zwar durchaus anstössig war, jedoch keinen Grund für eine fristlose Kündigung darstelle, nachdem allein durch die Lektüre der Unterhaltung auf Facebook kein Rückschluss auf den Arbeitgeber und seinen Betrieb gezogen werden konnte.

Dies bedeutet gleichzeitig, dass eine fristlose Kündigung rechtlich in Ordnung gewesen wäre, wenn der Arbeitgeber genannt worden wäre.

Wir können daher nur dazu raten, mit Äußerungen in den sozialen Netzwerken im Internet vorsichtig umzugehen – ein einziges falsches Wort kann möglicherweise den Arbeitsplatz kosten.