Vorfälligkeitsentschädigung bei Umschuldung eines Bankdarlehens – immer berechtigt und richtig berechnet?

Günstige Zinsen mit neuem Darlehen durch Umschuldung mit neuer Finanzierung?

Für die Berechnung der Höhe einer Vorfälligkeitsentscheidung hat der Bundesgerichtshof zwei Berechnungsmethoden zugelassen.
Die Banken legen ihrer Berechnung zummeist verständlicherweise die für sie günstigere Methode zugrunde.
Der Rest ist dann Verhandlungssache.
Teilweise wird aber auch nach wie vor mit einem zu niedrigen Wiederanlagezinssatz die Vorfälligkeitsentschädigung gerechnet.

Die Richtigkeit der Berechnung können Sie für`s Erste durch Vorfälligkeits-Rechner im Internet, die allerdings zumeist individuelle Vereinbarungen nicht berücksichtigen, oder durch die Verbraucherzentralen nachvollziehen lassen!

Eine ganz andere, grundlegende Frage ist, ob der Darlehensvertrag überhaupt wirksam ist.
Immer wieder stellt sich bei einer qualifizierten rechtlichen Überprüfung nämlich heraus, dass der Vertrag an Formfehlern von Anfang an leidet.
Auch erweitert die Rechtsprechung fortlaufend ihre Maßstäbe hierfür.
Dann kann der Vertrag nichtig sein und ist rückabzuwickeln.

Auch gilt es zu überprüfen, ob ein Ersatzdarlehensnehmer mit gleicher Bonität gestellt werden kann.
Dies muss von der Bank zumeist akzeptiert werden.

Eine Vorfälligkeitsentschädigung kann Ihre Bank dann nicht verlangen!
Sie können also bequem in günstigere Zinsen umschulden!
Finanzierungsrechner stehen dafür im Internet speziell zur Verfügung.

Nützen Sie diese Möglichkeit und lassen Sie Ihren Darlehensvertrag qualifiziert durch einen Anwalt überprüfen.
Wir helfen Ihnen gerne im Rahmen einer Eingangsberatung mit Honorarvereinbarung.
Also alles überschaubar und kalkulierbar.
Anruf genügt.
Wir sind  Rechtsanwälte in Ravensburg .

 

Fristlose Kündigung wegen Facebook?

Immer öfter treffen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber wegen Internetauftritten des Arbeitnehmers in  sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook, MySpace, StudiVZ oder sogar Xing vor dem Arbeitsgericht wieder.  Und immer wieder stellt sich die Frage, wie sich ein seriöses Firmenprofil mit einem vielleicht nicht ganz so seriösen Facebookeintrag des Arbeitnehmers vereinbaren lässt.

Streitpunkte sind insbesondere Einträge oder Kommentare auf den einzelnen Profilen, die der Arbeitgeber als geschäftsschädigend bewertet. In einem erst kürzlich verhandelten Fall vor dem Arbeitsgericht Ulm, Kammern Ravensburg, führten zwei Arbeitnehmer auf ihrer Facebook-Seite eine Konversation, die in Wortwahl und Ausdrucksweise derb gefasst war. Der Arbeitgeber sah seinen Ruf angegriffen und sprach die fristlose Kündigung aus, obwohl der betroffene Arbeitnehmer bereits sehr lange zum Betrieb gehörte und sich dienstlich nie etwas zu schulden kommen ließ.
Das Arbeitsgericht kam nach sorgfältiger Abwägung beiderseitiger Interessen zu dem Entschluss, dass das außerdienstliche Verhalten des Mitarbeiters zwar durchaus anstössig war, jedoch keinen Grund für eine fristlose Kündigung darstelle, nachdem allein durch die Lektüre der Unterhaltung auf Facebook kein Rückschluss auf den Arbeitgeber und seinen Betrieb gezogen werden konnte.

Dies bedeutet gleichzeitig, dass eine fristlose Kündigung rechtlich in Ordnung gewesen wäre, wenn der Arbeitgeber genannt worden wäre.

Wir können daher nur dazu raten, mit Äußerungen in den sozialen Netzwerken im Internet vorsichtig umzugehen – ein einziges falsches Wort kann möglicherweise den Arbeitsplatz kosten.

Arbeitsvertrag-Fristlose Kündigung wegen Bagatelle?

Das Landesarbeitsgericht Hamm hatte über einen Fall zu entscheiden, bei dem ein Kantinenmitarbeiter Frikadellen und Pommes aus der Küche verzehrt hatte, in der er arbeitete. Der Arbeitgeber sprach die fristlose Kündigung aus, denn der Arbeitnehmer sei darauf hingewiesen worden, dass keine Lebensmittel entnommen werden dürften, ohne dass diese bezahlt wären.

Die Richter wiesen die fristlose Kündigung zurück, denn der Arbeitnehmer war bereits seit 19 Jahren im Betrieb des Arbeitgebers ohne Beanstandung beschäftigt. Die Entnahme der Lebensmittel stelle keinen wichtigen Grund dar, der eine fristlose Kündigung rechtfertigen könnte.

Der Arbeitgeber hätte nach Ansicht der Richter den Arbeitnehmer zunächst abmahnen müssen, damit dieser sein Verhalten überdenken und korrigieren kann.

Aber Vorsicht im Falle einer Kündigung: Lassen Sie sich sofort anwaltlich beraten. Sie haben nach einer Kündigung – egal ob fristlos oder nicht – nur 3 Wochen Zeit,  um sich gegen die Kündigung zu wehren.

In einem solchen Fall haben wir immer kurzfristig einen Termin für Sie! Rufen Sie uns einfach an.
Wir sind eine Anwaltskanzlei in Ravensburg mit über 50jähriger Erfahrung.